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3. Predictive Maintenance 4.0 Kongress des VDMA

3. Predictive Maintenance 4.0 Kongress des VDMA

Industrie 4.0 ist nach wie vor eines der zentralen Themen im Maschinen- und Anlagenbau. Der vorausschauenden Instandhaltung, Predictive Maintenance, mittels intelligenter Datenerfassung und Datenanalysen kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Der 3. VDMA-Kongress Predictive Maintenance 4.0 am 22. Februar 2018 beleuchtete die Chancen des Wartungskonzeptes für den Maschinenbau: aus Sicht der Maschinenbauunternehmen, aus Sicht der produzierenden Unternehmen und als Teil der digitalen Transformation in der Industrie.

Hochkarätige Referenten von ZF, Bosch Rexroth, Hydac, Aventics, Festo, Flender und Argo-Hytos auf Ebene der Komponentenhersteller sowie Trumpf, Koch Pac-Systeme und der Schwäbischen Werkzeugmaschinen GmbH gaben einen Einblick in Theorie aber vor allem auch die Praxis rund um Predictive Maintenance. Abgerundet wurde die Veranstaltung im Frankfurter VDMA-Haus von einem Exkurs der VDMA Business Advisory in den generellen Nutzen von “Service” für Unternehmen, die denselben anbieten.

Synek Zuckschwerdt in Diskussion

Johannes Zuckschwerdt (rechts),
Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH, in der Diskussion mit Kongressleiter Peter-Michael Synek (links)

Mit über 130 Teilnehmern war der Kongress sehr gut besucht, die angeregten Fragerunden nach den jeweiligen Vorträgen zeigten, dass Predictive Maintenance nach wie vor ein Thema von großer Relevanz ist. Im Zentrum des Interesses stand vor allem die Frage: Was bringt es dem Unternehmen, Predictive-Maintenace-Konzepte zu entwickeln? Denn mehrfach wurde betont, dass Maschinen- und Anlagenbetreiber diese Funktionalitäten von ihren Lieferanten einfordern. Maschinen dürfen nicht stillstehen – und wenn sie es tun, dann nur im Rahmen einer geplanten Wartungsmaßnahme. Jedoch besteht auf Seite der Betreiber keine große Bereitschaft, für dieses “Uptime-Versprechen” zusätzlich zu zahlen: Wieso sollten sich Maschinen- und Komponentenhersteller also mit der vorausschauenden Wartung beschäftigen?

Predictive Maintenace kann ein Mittel sein, um Kunden zu binden. Durch die höhere Verfügbarkeit der Maschinen und Anlagen steigt die Kundenzufriedenheit, was sich wiederum in Folgeaufträgen niederschlägt. Weiterhin kann die lückenlose Überwachung der Maschine über die Sensorik dazu führen, dass sich neue Geschäftsmodelle realisieren lassen, wie beispielsweise “Pay per Use”. Zudem hat die Praxis gezeigt, dass die Bereitschaft vorausschauende Wartungskonzepte zu implementieren, drastisch steigt, wenn es tatsächlich einmal zu einem wirtschaftlich empfindlichen (und durch Predictive Maintenance vermeidbaren) Schaden gekommen sei, so die Referenten.

Die Definition von Predictive Maintenance nach DIN 13306 lautet: „Instandhaltungsmaßnahmen, die abhängig von einer Prognose eingeleitet werden. Die Vorhersagen basieren entweder auf Trendanalysen oder bei bekannten Mechanismen auf der Auswertung der jeweils nötigen Parameter.“ Die Philosophien der Unternehmen, die auf dem Kongress zu Wort kamen, unterscheiden sich jedoch in vielerlei Hinsicht, z.B. von Cloud-basierten Lösungen bis zur Analyse an der Maschine selbst. Eines forderten jedoch alle anwesenden Unternehmen gleichermaßen: einen einheitlichen Standard in der Kommunikation. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es jedoch stärkerer Zusammenarbeit, und zwar über alle Ebenen der Lieferkette hinweg: vom Zulieferer, über den Maschinenhersteller bis zum Betreiber. Dieser Aufruf bildete auch den Schlußpunkt der Veranstaltung: Kongressleiter Peter-Michael Synek vom Fachverband Fluidtechnik im VDMA appelierte an alle Anwesenden, sich partnerschaftlich zu vernetzten und zusammenzuarbeiten, um das Ziel – Implementierung von Industrie 4.0 und im Rahmen dessen von Predictive Maintenance – zu erreichen.

Auf einen ausführlichen Nachbericht zur Veranstaltung können Sie sich in O+P Fluidtechnik, Ausgabe 4, freuen.

Veröffentlicht von

Peter Becker

Digitalisierungs- und VR-Enthusiast. Wie sich die vergleichsweise „alte“ Fluidtechnik in das Anforderungsprofil Industrie 4.0 einfügt, fasziniert mich, und macht die Arbeit in und mit der Branche sehr reizvoll.

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