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igus iglidur workshop: “Der Kunde ist unsere Sonne”

igus iglidur workshop: “Der Kunde ist unsere Sonne”

Die Kunststoffexperten von igus hatten am 01. und 02. März zum iglidur Fachpresse-Workshop eingeladen. Zahlreiche Journalisten von verschiedensten Branchentiteln folgten der Einladung zum motion plastics Spezialisten nach Köln. Der Grund: Kunststoff ist in! Neben verschiedenen Theorie-Vorträgen, die die Vorteile der Kunststoff-Gleitlager beleuchteten, gewährte auch ein 3D-Druck-Praxisworkshop einen Einblick in die Welt der additiven Fertigung.

Im Zentrum der Veranstaltung standen die wartungsfreien Polymer-Gleitlager, Markenname iglidur. Sie sind vorteilhaft in Sachen Verschleiß und Gewicht. Aber auch unter ökologischen Gesichtspunkten überzeugen die igus-Lager, reduzieren sie doch die Menge an benötigten Schmierstoffen. Maschinenstillstände werden dank schmierfreier Lagerung ebenfalls deutlich verringert.

igus Polymer Gleitlager iglidur Infografik

Warum schmier- und wartungsfreie Lagertechnik nicht nur beim Einkauf Kosten spart. (Quelle: igus GmbH)

Immer im Dienste des Kunden

Neben den rein technischen Vorteilen der Produkte will igus den Kunden vor allem mit Service-Leistungen an sich binden. So können Interessierte beispielsweise im iglidur Lebensdauerrechner ihre Lager-Spezifikationen hinsichtlich Abmessungen, einwirkender Kräfte, Umgebungsbedingungen oder die zu verwendende Welle eingeben; und das System liefert direkt eine Liste an Empfehlungen, welcher Werkstoff die Bedingungen erfüllt inklusive einer projezierten Lebensdauer für den genannten Anwendungsfall. Darüber hinaus erhält der Kunde Informationen zum Preis und der voraussichtlichen Lieferzeit.

Ebenfalls unter dem Gesichtspunkt des Service-Gedankens hat igus als einer der ersten Zulieferbetriebe einen Live-Chat-Support eingeführt. Der Trend in der Kommunikation entfernt sich vom gesprochenen Wort und geht hin zur Textnachricht. Dieser Entwicklung trägt igus mit dem Live-Chat Rechnung. Hintergrund dieser beiden beispielhaften Dienstleistungen ist die igus-Philosophie die CEO Frank Blase im Rahmen des Workshops erläuterte: Der Kunde symbolisiert im igus-Kosmos die Sonne. Er steht im Zentrum allen Schaffens. Auf diese Weise soll der Wechsel von Metall zu Kunststoff so attraktiv wie möglich gestaltet werden. Denn eines machte der Firmenchef in seiner Rede vor der Fachpresse deutlich: igus ist noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Auf die Nachfrage wie groß er das Potenzial seiner Kunststofflösungen gegenüber der metallischen Konkurrenz einschätze, antwortete Blase:

“Wie groß ist der globale Gleitlager-Markt? Unser Ziel ist es, nahezu alle metallischen Lager zu ersetzen” 

Die Umsatzkurve belegt dieses Selbstverständnis: sie steigt stetig und es wird kräftig investiert, vor allem in die Digitalisierung der Prozesse. Aber auch über einen Ausbau des Werks wird nachgedacht. Man hat also viel vor beim Kölner Unternehmen.

Dass es so gut läuft, hängt auch mit der Vielfältigkeit der Anwendungen zusammen. In nahezu jedem Alltagsgegenstand befinden sich Gleitlager, von der Markise bis zur Kühlschranktür. Aber auch die industriellen Nutzungsfälle fallen sehr divers aus: die Nachfrage in der Solarbranche boomt, auch in Werkzeugmaschinen, Automotive, der Medizin- und Verpackungstechnik kommen igus-Produkte vermehrt zum Einsatz.

Jüngst haben zudem fünf iglidur Hochleistungspolymere die Anforderungen hinsichtlich Brandschutz der Bundesluftfahrtbehörde der USA für Flugzeuginnenausstattungen erfüllt. Anwendungsbereiche für Gleitlager aus diesen Werkstoffen sind beispielsweise Lagerstellen in Sitzen, Tischen und Türen. Die wartungsfreien Lager sorgen dabei für eine leichte, sichere und schmiermittelfreie Lösung. Den Zielmärkten der Kunststoffprodukte aus Köln sind somit kaum Grenzen gesetzt.
 

igus Frank Blase CEO Fachpresse Workshop

Es geht steil bergauf!
igus CEO Frank Blase ermöglichte der Fachpresse einen Blick hinter die Kulissen der Kunststoff-Schmiede

Innovation am eigenen Leib erfahren

Dass igus am Puls der Zeit agiert, belegen die Aktivitäten der Kölner in Sachen 3D-Druck. Die Möglichkeiten dieser Technologie testet igus seit einigen Jahren mit einem eigenen “Unternehmen im Unternehmen”: einer autarken Abteilung, die sich mit dem Potenzial additiver Fertigungsmethoden auseinandersetzt. Diese erforscht und entwickelt neue 3D-Druck-Werkstoffe für bewegte Anwendungen. Wie einfach sich Konstruktionen aus der CAD-Welt per 3D-Druck materialisieren lassen, durften die anwesenden Journalisten im Hands-On-Praxistest erleben. Über das Online-Werkzeug Autodesk TINKERCAD konnten wir unser eigenes Gleitlager konstruieren, inklusive individualisiertem Schriftzug: eine Sache von Minuten und für software-affine Nutzer ein Kinderspiel.

iglidur 3D Druck igus polymer

Selbst konstruiert, frisch aus dem 3D-Drucker: das eigene iglidur-Lager mit Schriftzug

Auch für die im 3D-Druck gefertigten Lager gibt es ein Online-Tool, welches die Lebensdauer voraussagen kann. Grundlage dieser Lebensdauervorhersagen (auch für Spritzgussteile) sind übrigens die branchengrößten Testlabors, die igus in Köln betreibt. Geht man durch das Kölner-Werk der Kunststoffexperten, ist ein Großteil der Fläche den eigenen Prüfständen gewidmet. Im Testlabor werden unter anderem alle iglidur Kunststoffe intensiv auf Verschleiß und Reibwert getestet. 10000 Tests jährlich liefern dabei die Datenbasis für den Online-Lebensdauerrechner.

Das Angebot des Kölner Unternehmens hat sich seit der Vorstellung des ersten Tribo-Filamentes auf der Hannover Messe 2014 kontinuierlich erweitert. Mit dem Angebot aus inzwischen sechs Tribo-Filamenten für das FDM-Verfahren sowie zwei Werkstoffen für das Selektive Lasersintern können unter anderem Gleitlager hergestellt und auch direkt in industriellen Anwendungen zuverlässig betrieben werden. Über den 3D-Druck-Service lassen sich in nur drei einfachen Schritten – von der Konfiguration bis zur Bestellung, Prototypen oder Sonderteile für Kleinserien – unkompliziert, schnell und zu geringen Kosten produzieren. Sparsamer Material- und Energieeinsatz sowie eine rasche und individuelle Fertigung eröffnen enormes Einsparungspotenzial.

Lebensdauerrechner igus iglidur 3d druck

Mit dem iglidur Experten lässt sich die Lebensdauer von 3D-gedruckten Tribo-Kunststoffen online genau berechnen. (Quelle: igus GmbH)

Bis zur Hannover Messe 2018 soll für alle sechs Werkstoffe die Online-Lebensdauerberechnung angeboten werden. Der Gang zum igus-Stand in Hannover lohnt sich also.

Veröffentlicht von

Peter Becker

Digitalisierungs- und VR-Enthusiast. Wie sich die vergleichsweise „alte“ Fluidtechnik in das Anforderungsprofil Industrie 4.0 einfügt, fasziniert mich, und macht die Arbeit in und mit der Branche sehr reizvoll.

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