Sicherheitsfunktionen in pneumatischer Antriebstechnik

Sicherheitsfunktionen in pneumatischer Antriebstechnik
Sicherheitsfunktionen Pneumatik Antriebstechnik

Bild: Fotolia

Auch pneumatische Antriebe von Maschinen dürfen nicht durch unerwartete Bewegungen zu Gefährdungen von Personen führen. Sind dazu steuerungstechnische Maßnahmen erforderlich, bieten sich für die pneumatische Antriebtechnik Sicherheitsfunktionen an.

Die DIN EN ISO 12100 versteht unter einer Sicherheitsfunktion eine Funktion, deren Ausfall zu einer unmittelbaren Erhöhung des Risikos führt, wodurch sich eine höhere Wahrscheinlichkeit der Gefährdung des Maschinenbedieners ergeben kann. Sicherheitsfunktionen elektrischer Antriebssteuerungen, die in der DIN EN 61800-5-2 definiert sind, haben sich am Markt erfolgreich etabliert und können als Stand der Technik angesehen werden. Häufig werden dem Maschinenhersteller diese Sicherheitsfunktionen wie beispielsweise STO (sicher abgeschaltetes Moment) oder SS1 (sicherer Stopp 1) bereits von einem Antriebshersteller mit einem Performance Level PL und einer Kategorie nach DIN EN ISO 13849-1 angeboten.
Eine „Übersetzung“ auf pneumatische Antriebe war bisher nicht erfolgt, so dass Hersteller und Anwender nicht den Vorteil einer „gemeinsamen Sprache“ nutzen konnten. Die in der DIN EN 61800-5-2 definierten Sicherheitsfunktionen können als Teil-Sicherheitsfunktionen verstanden werden, welche der Maschinenhersteller oder Konstrukteur in die maschinenspezifischen Sicherheitsfunktionen integrieren kann.

Typische Sicherheitsfunktionen sind zum Beispiel der Schutz vor unerwartetem Anlauf eines Antriebs aus der Ruhelage bei geöffneter Schutztür (nachfolgend SF1 benannt) oder das Anhalten einer gefahrbringenden Bewegung bei Eingriff in ein Lichtgitter.

Weitere Informationen zu Sicherheitsfunktionen in der pneumatischen Antriebstechnik finden Sie in der O+P Fluidtechnik #03/2017.

Button zum Artikel im E-PaperWeiterführende Informationen zum Thema Fluidtechnik in der Sicherheitstechnik finden sich im Internetauftritt des IFA.

Quelle: IFA

 

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Veröffentlicht von

Svenja Stenner

Die Einsatzmöglichkeiten der Fluidtechnik sind vielfältig und unentbehrlich, das macht die Berichterstattung umso reizvoller.

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