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Vorbeugung von Schäden mit autonomen Baufahrzeugen

Vorbeugung von Schäden mit autonomen Baufahrzeugen

Die häufigste Ursache für einen Unfall auf einer Baustelle oder im Bergbau ist eine schlechte Sicht. Da Baumaschinen oft sehr groß sind, kann sich ein Fahrer nicht in seinem Fahrzeug umsehen. Steht der Fahrer zudem unter großem Zeitdruck oder ist er übermüdet, steigt das Unfallrisiko. Ein Kameraüberwachungssystem, das Objekte und Personen erfassen kann, kann diese Risiken eliminieren.

Stoneridge-Orlaco stellt fest, dass Sichtlösungen inzwischen nicht mehr die Rolle eines Zubehörs, sondern die einer essenziellen Sicherheitskomponente einnehmen. Nicht nur zur Steigerung der Produktivität, sondern auch zur Erhöhung der Sicherheit. Die Automatisierung hat in den letzten Jahrzehnten in vielen Bereichen zu niedrigeren Produktionskosten geführt und ist daher unverzichtbar geworden. Dennoch bleibt der Mensch ein wichtiger, jedoch anfälliger Faktor, da ca. 90 % der Unfälle durch menschliches Versagen verursacht werden.

Von der Automatisierung zu Autonomie

Selbstfahrende Fahrzeuge können Unfälle und damit Verletzungen und Schäden verhindern. Nach Jahren der Automatisierung bewegen wir uns schrittweise auf autonome Fahrzeuge zu. Autonome Baufahrzeuge sind produktiver als eine von einem Menschen gesteuerte Maschine. So können z.B. Muldenkipper oder Bagger rund um die Uhr betrieben werden, was bedeutet, dass Bauvorhaben schneller abgeschlossen werden können. Auf diese Weise erhöht sich die Sicherheit und die Kosten können gesenkt werden, da keine Fahrer mehr nötig sind.

Kameras spielen eine wesentliche Rolle bei der Autonomie von Fahrzeugen und werden dank künstlicher Intelligenz immer nützlicher. Durch die Anwendung der richtigen Parameter und Algorithmen können Kameras Muster erkennen und Maßnahmen ergreifen. Auf diese Weise kann ein Fahrzeug selbstständig bremsen, graben und abladen. Während Radare und Sensoren Hindernisse erfassen, können intelligente Kameras auch sich bewegende Objekte wie Personen verifizieren und klassifizieren.

Voller Sensoren

Kameras am und um dem Fahrzeug herum überprüfen ständig, ob jemand zu nahe kommt. Kameras „sehen” die Tiefe durch den Vergleich aufeinanderfolgender Einzelbilder und können auf der Grundlage von Algorithmen bspw. Menschen und Baumaterialien erkennen. Durch die Integration von Intelligenz in die Kameras entwickeln diese sich von passiven Aufzeichnungsgeräten zu proaktiven Erfassungssystemen. Eine Kamera ist daher für eine Zukunft unerlässlich, in der Fahrer auf der Baustelle definitiv nicht mehr benötigt werden. Eine Kamera allein reicht jedoch nicht aus, denn eine Kamera ist ein optisches System, das im Dunkeln oder bei Regen Probleme hat. Ein völlig autonomes Fahrzeug hängt von verschiedenen Techniken ab, wie Sensoren, 5G und WLAN, GPS, Lidar und Radar.

Ein autonomes Fahrzeug benötigt eine Fülle von Sensoren, die sicherstellen, dass alles rund um das Fahrzeug erfasst wird. Über GPS wird der Standort ermittelt, 5G- und WLAN-Fahrzeuge kommunizieren miteinander, Lidar und Radar erfassen Objekte und Kameras die Umgebung. All diese intelligenten Technologien sorgen dafür, dass Fahrzeuge in einer Notsituation viel schneller reagieren können als ein Mensch. Innerhalb kurzer Zeit ergreift das Fahrzeug selbstständig Maßnahmen zur Unfallvermeidung. Autonome Bagger und Muldenkipper mit dieser intelligenten Ausrüstung machen große Infrastrukturprojekte und große Bergbaugebiete viel sicherer und produktiver.

Quelle: Orlaco

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Veröffentlicht von

Redaktion O+P Fluidtechnik

Die O+P Fluidtechnik ist dort zu Hause, wo Innovationen entstehen: an den Universitäten, beim Forschungsfonds Fluidtechnik im VDMA und in den Forschungsabteilungen der Unternehmen. Früher zu wissen, was wichtig wird, ist der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Die O+P Fluidtechnik gibt ihn redaktionell konsequent an ihre Leser weiter

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