Die Druckindustrie wandelt sich: Kleinere Auflagen und hoher Kostendruck erfordern flexible und wirtschaftliche Stapelschneider, die dennoch High-End-Präzision und Komfort bieten. Dieser Herausforderung stellte sich Krug + Priester mit einer neuen Stapelschneider-Generation, für die ein komplett neuer Antriebsansatz nötig war – realisiert mit den Hydraulikexperten von Bott.
„Kleinere Formate, häufige Wechsel und kurze Durchläufe verlangen mehr Flexibilität“, erklärt Holger Jenter, Leiter Entwicklung bei Krug + Priester. Eine Überarbeitung bestehender Systeme reichte nicht aus; die Lösung musste platz- und kostensparend sein. Trotz ambitionierter Ziele und straffer Kalkulation nahm Bott die Herausforderung an. Das Ergebnis: Die neue Generation arbeitet schneller, intelligenter und sparsamer. Ein entscheidender Fortschritt ist die individuell einstellbare, hydraulische Papierpressung – eine Funktion, die bisher großen Maschinen vorbehalten war. Dennoch sind die Geräte so energieeffizient, dass sie mit 230 V und einem handelsüblichen Schukostecker betrieben werden können.
Die größte Hürde war der extrem kompakte Bauraum bei hohen Leistungsanforderungen. Ein einfaches Verkleinern bestehender Hydraulikkomponenten war nicht möglich. Stattdessen entwickelte Bott eine neuartige, elektromechanisch ansteuerbare Einheit, die mit nur einer Zylindereinheit, einem Ölreservoir und ohne eigene Hydraulikpumpe auskommt.
Im Antrieb verhält sich die Hydraulik passiv und fungiert als Kopplungsmechanismus und Druckverstärker. Ein Elektromotor treibt Messer- und Pressbalken an. Ein mechanisches Umlenksystem sorgt für Sicherheit, und erst beim Aufsetzen des Pressbalkens wird die Hydraulik aktiviert. Mit nur 250 ml Öl realisiert die Einheit eine Presskraft von 250 bis 1000 daN. Der komplette Antrieb ist so schlank, dass er in einen DIN A4-Ordner passt.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit ermöglichte es Krug + Priester, alle gesetzten Ziele, auch die Kosten, zu 100 % zu erreichen. „Die Zusammenarbeit war immer professionell, offen und konstruktiv“, so Jenter. Der Erfolg basiert auf Bott’s tiefem Fachwissen und der Offenheit, neue Wege zu gehen.
Quelle: Wolfgang Bott GmbH & Co. KG






