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Neue Motorbauform

Weber-Hydraulik auf der Coiltech

25.02.2026
von Redaktion O+P Fluidtechnik

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Vom 25. Bis zum 26. März präsentiert Weber-Hydraulik auf der Coiltech in Augsburg seine Axialflussmotoren für Anwendungen mit besonders kurzen Bauräumen und reduziertem Montageaufwand. Die Motoren sind auf kundenspezifische Rahmenbedingungen auslegbar und bieten durch ihre Bauform sowie ein innovatives Montagekonzept Vorteile bei Bauraum, Systemintegration und Prozessaufwand.

In vielen Anwendungen steigt der Bedarf an leistungsfähigen Elektromotoren, obwohl der verfügbare Bauraum, insbesondere in axialer Richtung, begrenzt ist. Gleichzeitig müssen Antriebe als Herzstück mechatronischer Systeme hohe Anforderungen an Dynamik, Effizienz und Integration erfüllen. In der Branche wird die Herausforderung bisher häufig über radialflussbasierte Motorenkonzepte gelöst, die auf gestapelten Blechpaket-Geometrien beruhen. Kundenspezifische Anpassungen für kleine bis mittlere Stückzahlen sind dabei oft nur in begrenztem Umfang möglich. Typischerweise über die Variation der Baulänge und die Anpassung der Wicklungsauslegung. Hinzu kommen teils hohe Werkzeugkosten, etwa für Stanzwerkzeuge, welche die Wirtschaftlichkeit individueller Geometrien erschweren.

Elektromotorenbranche im Wandel
Die Elektromotorenindustrie verbindet lange Engineering-Tradition mit einem starken Innovationsdruck durch Elektrifizierung und Automatisierung. Die Marktlandschaft reicht von spezialisierten Sondermotorenherstellern bis zu volumengetriebenen Konzernen mit sehr hohen Stückzahlen. Parallel dazu profitieren Entwickler von einer ausgereiften Zulieferindustrie und einem hohen Standardisierungsgrad bei Peripheriekomponenten wie Sensorik, Steckverbindern oder Kühlung, was die Integration in Gesamtsysteme beschleunigt.

Axialflussmotoren als Alternative
Axialflussmotoren von Weber-Hydraulik zeichnen sich durch eine besonders kompakte, scheibenförmige Geometrie aus. Im Vergleich zu klassischen Radialflussmotoren lassen sie sich dadurch platzsparend integrieren, wenn die axiale Einbaulänge kritisch ist. Für Konstrukteure ergibt sich zusätzlicher Gestaltungsspielraum bei der Systemintegration, etwa wenn Motor, Mechanik und Elektronik enger zusammengeführt werden sollen.

Vorteile der Axialflussmotoren von Weber-Hydraulik im Überblick:

  • Platzsparende Integration durch sehr kompakte Bauform für kurze Bauräume
  • Hohe Drehmomentdichte durch optimierte Magnetflussführung
  • Flexible Einbaumöglichkeiten in unterschiedliche Antriebssysteme
  • Technologisch ausgereifte Alternative zu konventionellen Radialflussmotoren
  • Wirtschaftlichkeit bei kundenspezifischen Designs: durch reduzierte Werkzeugkosten können individualisierte Konzepte auch bei kleineren Stückzahlen realisierbar werden

Integrationskonzept: Motor, Elektronik und Pumpe in einem Verbund
Am Beispiel der elektrischen Hydraulik- und Pumpenaggregaten verfolgt Weber-Hydraulik einen Ansatz, der die klassische Komponenten-Trennung reduziert. Ziel ist eine hochintegrierte Lösung, bei der Motor, Leistungselektronik und Pumpeneinheit in einem gemeinsamen Aufbau zusammengeführt werden können. Dadurch sinken Volumen und Gewicht, während sich Verkabelungs- und Schnittstellenaufwand reduzieren lassen. Eine weitere Besonderheit ist ein eisenloser Rotor, welcher die Massenträgheit verringert. Das unterstützt eine hohe Betriebsdynamik bei Drehzahlwechseln, etwa in Pumpenanwendungen oder dynamischen Regelkreisen.

Plug-and-Play-Montage und geprüfte Vormontage
Zur Vereinfachung der Integration in die Kundenanwendung ist ein Plug-and-Play-Montagekonzept vorgesehen: Die Einheit wird als geprüftes Vormontage-Modul („Pre-Assembly“) bereitgestellt. Der Ansatz zielt darauf ab, die Endmontage in der Kundenproduktion zu vereinfachen, Prozesskosten zu senken und potenzielle Fehlerquellen durch weniger Einzelkomponenten zu reduzieren. End-of-Line-Prüfungen unterstützen dabei eine standardisierte Qualitätsabsicherung vor der Integration. „Axialflussmotoren ermöglichen kompakte Antriebslösungen, wenn Bauraum und Systemintegration entscheidend sind. Durch die kundenspezifische Auslegung und das Integrationskonzept lassen sich Entwicklungs- und Montageaufwände in elektrohydraulischen Anwendungen gezielt reduzieren.“, sagt Dietmar Andessner, Leiter Entwicklung Axialflussmotoren bei Weber-Hydraulik.

 

Quelle: WEBER-HYDRAULIK

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