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Kollateralschäden für Landtechnik verhindern

Kollateralschäden für Landtechnik verhindern

In einem Statement äußerte sich  Dr.Tobias Ehrhard, Geschäftsführer des Fachverbandes Landtechnik, zur Entscheidung im EU-Parlament über eine Reform der CO2-Flottengrenzwerte, die de facto zum Verbrenner-Aus für PKW und leichte Nutzfahrzeuge führen dürfte. Ehrhard sieht Probleme für Landmaschinen und Traktoren erwachsen. “Die Auswirkungen der aktuellen EU-Pläne zur Reform der CO2-Flottengrenzwerte auf andere Anwendungsfelder, etwa Landmaschinen und Traktoren, werden in Brüssel offenbar vollkommen ignoriert. Anders als im PKW-Segment sind Antriebsalternativen zum Verbrennungsmotor insbesondere für schwere und leistungsstarke Landmaschinen keinesfalls in Sicht“, sagte Ehrhard

Er verwies auf Mähdrescher, die aufgrund ihres Einsatzprofils auf flüssige Energieträger mit hoher Energiedichte angewiesen sein werden. Schließlich müssen diese Maschinen während der Erntekampagne nahezu rund um die Uhr verlässlich laufen. „Sofern wir nicht auf fossile Energieträger, sondern auf nachhaltige E-Fuels sowie Kraftstoffe biogenen Ursprungs setzen, können auch Landmaschinen und Traktoren mit modernen und effizienten Verbrennungsmotoren nahezu emissionsfrei und zeitnah auch klimaneutral betrieben werden. Sollte sich die geplante EU-Flottenregulierung für PKW und leichte Nutzfahrzeuge in der aktuell geplanten Form durchsetzen, könnte dies mittelbar auch weitreichende Konsequenzen für die Agrarwirtschaft haben“, so Ehrhard.

Er befürchtet, dass Investitionen in alternative Kraftstoffe ausbleiben, sowie einen schleichenden Know-how-Verlust in Forschung und Entwicklung, aber auch in der Produktion. „Damit könnte mittelfristig die problemlose Verfügbarkeit moderner Verbrennungsmotoren auf dem Spiel stehen. Auf jeden Fall aber wäre der Produktions- und Entwicklungsstandort Europa für den Verbrennungsmotor und seine Peripherie akut gefährdet, was angesichts des unerreicht hohen Technologie- und Nachhaltigkeitsniveaus europäischer Unternehmen keinesfalls ein wünschenswertes Szenario darstellt.“

Ehrhard fordert daher verlässliche Rahmenbedingungen für nachhaltige Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion.

 

Quelle: VDMA

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