Kübler verzeichnet höchsten Monatsumsatz

Kübler verzeichnet höchsten Monatsumsatz

Die Brüder und Firmeneigner Lothar W. Kübler (links) und Gebhard F. Kübler (rechts), in der Mitte Vertriebsgeschäftsführer Martin Huth

Das Schwenninger Familienunternehmen Kübler, einer der größeren regionalen Arbeitgeber, ist erfolgreich in das erste Quartal 2021 gestartet. Trotz der erschwerten Pandemie Bedingungen und einer Verfügbarkeitskrise von elektronischen Bauelementen, gelang ein Umsatzrekord, im März erzielten die Sensorspezialisten den höchsten Monatsumsatz in der 61-jährigen Firmengeschichte.

Die Geschäftsleitung bedankte sich bei allem Mitarbeiter/-innen für diesen Erfolg mit einer Sonderprämie. „Gemeinsam haben wir den Erfolg möglich gemacht. Viele Mitarbeitende in der Produktion zeigten dabei freiwillig in vielen Sonder- und Wochenendschichten vollen Einsatz“, so Gebhard Kübler, Geschäftsführer und Gesellschafter anerkennend. Neben einer konjunkturellen Belebung führt der Technologiespezialist seinen Erfolg auf intensive vertriebliche Vorarbeit und auf Produktneuheiten zurück, so Martin Huth, Geschäftsführer Vertrieb Marketing. „Branchen wie Automobil, Logistik, Aufzüge spüren derzeit eine Belebung“. Kübler erwartet in den nächsten Quartalen Rückenwind und hofft, dass die dritte Corona Welle keine größeren Schäden hervorruft, ergänzt er.

Mit höchsten Qualitäts­standards und technologischen Meilensteinen ist Kübler heute einer der führenden Anbieter für Drehgeber (Positions-und Bewegungssensorik), Schleifringe (Übertragungstechnik), Zähl- und Anzeigetechnik und beliefert weltweit namhafte Kunden. Erfolgreich ist Kübler in über 50 Ländern mit 10 Töchterunternehmen auf allen Kontinenten, von Europa über Amerika und Asien. Produziert wird in Deutschland, im Werk im indischen Pune und bei der US-Tochter in Charlotte, NC (USA). 15% aller Mitarbeiter arbeiten in Forschung und Entwicklung (F+E), die Kübler am Stammsitz VS, sowie in Otterfing (Schleifringe) und seit einigen Jahren auch in Berlin betreibt. Das unabhängige Familienunternehmen in zweiter Generation beschäftigt knapp 500 Mitarbeiter, davon 370 in Deutschland.

Der Sensorspezialist investiert in den letzten Jahren stark in F+E und hat mehrere neue Produktsegmente entwickelt, erklärt Lothar Kübler und fügt hinzu: „Wir nennen das den Kübler – Innovationsmarathon, da es dafür einen langen Atem braucht. Unsere Neuheiten sind für die digitale Welt (Industrie 4.0) vorbereit, das sorgt für Zukunftssicherheit“. Als Beispiel beschreiben die Brüder und Firmeneigner, Lothar und Gebhard Kübler, neuste Drehgeber oder Schleifringe, die eingebaut in Generatoren oder Antrieben, Daten für eine vorbeugende Wartung ermitteln und übertragen können. So sparen Endkunden teure Maschinenausfälle.

Kübler nimmt derzeit wachstumsstarke Zukunftsbranchen ins Visier. Dazu gehören Hersteller von energieeffizienten Antrieben, energiesparenden Aufzügen oder die Windkraft. Auf nachhaltige Wachstumsbranchen und Megatrends wie Urbanisierung zu setzen, mache doppelt Sinn: „Wir haben die richtigen Innovationen im Portfolio, um dort Erfolg zu haben und wir fördern den Green Deal der EU für reduzierten CO2 Ausstoß“, so die Geschäftsführung, die Beispiele anführt: „Unsere neuen smarten Magnetring Drehgeber integrieren wir vollständig in Motoren und unterstützen so unsere Kunden, kompakte, energiesparende Antriebe der höchsten Effizienzklasse zu entwickeln. Eine Windkraftanlage kann mit unseren neusten Profinet Drehgebern bei Sturm sicher runterregeln und mit einer Cloud relevante Daten austauschen“. Möglich mache das ein wachsender Softwareanteil im Drehgeber, erklärt Lothar Kübler und sieht auch schon  selbstlernende Sensoren (künstlicher Intelligenz) auf der Entwicklungs-Roadmap.

Langfristige Ausrichtung

Was treibt die Unternehmer Gebhard und Lothar Kübler an? Rückgrat der Firmen-Strategie ist Langfristigkeit. „Wir wollen Kübler als starkes Unternehmen der dritten Generation übergeben. Deshalb stecken wir viel Geld in Technologie, Produkte, Produktion und Vertrieb und treffen mitunter mutige Entscheidungen, ohne blauäugig zu sein. Antrieb geben uns aber auch ganz „traditionelle“ Dinge: Ein Bekenntnis zu unserem Headquarter in Villingen-Schwenningen und zu unseren anderen Standorten. oder unsere Fähigkeit Wachstum selbst zu finanzieren und so unabhängig zu bleiben“. Mit dem eigenen Unternehmen einen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt leisten zu können, wird für die Unternehmen ebenso immer wichtiger. Dies alles mache Kübler im Raum zu einem überdurchschnittlich attraktiven Arbeitgeber, der nicht nur eine Reihe von Benefits biete, sondern Mitarbeiter könnten viel Verantwortung für zukunftsorientierte Themen übernehmen. Daraus entstünde Leidenschaft, das eigentliche Gut, um am Markt erfolgreich zu sein.

Mitarbeiten am Erfolg

Sowohl am Gründungs- und Hauproduktionsstandort Villingen-Schwenningen als auch an den anderen Standorten besetzt Kübler neue Stellen, inklusiv Stellen für Ingenieure in der Entwicklung. Man suche nach Menschen, die gerne Teil der großen internationalen Kübler Familie werden möchten. Für Sicherheit und ein gutes Gefühl, sorgen seit Beginn der Pandemie auch umfangreichen Hygienemaßnahmen, welche durch das Gesundheitsamt überprüft und gelobt wurden. Hier versucht man dynamisch und aktuell immer wieder auf die Anforderungen bei der Pandemie Bekämpfung einzugehen. Bisher mit Erfolg.

Virtuelle Hannover Messe und eigene digitale Events

Eine passende Gelegenheit für Kübler neue Produkte, wie die neuen IO-Link und Profinet Drehgeber vorzustellen, bot wie jedes Jahr die Hannover Messe. Unter dem Motto: Industrial Transformation never stops, dieses Jahr erfolgreich als rein digitale Veranstaltung. Es könnte kein besseres Motto geben, um die Dynamik bei Kübler der letzten Monate zu beschreiben. Seit einiger Zeit sind digitale Veranstaltungen oder eigene virtuelle Events, wie etwa die „Kübler Slip Rings oder Elevator Days“, fest im Programm. Im Zuge dessen, hat Kübler eine Live Beratung mit einer Multimedia Brille entwickelt und eigens ein Kübler Showroom,- sowie einen Kübler Chat etabliert, um Kunden digital Mehrwert zu bieten und neue Kunden zu gewinnen.

Der Kübler Innovationsmarathon –mehr als „nur“ neue Produkte

 Ausweitung der Aktivitäten   

Mit dem Kübler Innovationsmarathon weitet der Sensorspezialist seit einigen Jahren seine Aktivitäten auf weitere Produkt- und Marktsegmente aus. Dazu gehören neue funktional sichere Aufzug Positioniersysteme, neue Schleifring Portfolios für Ethernet Übertragungen für den Maschinenbau, smarte magnetische Drehgeber Einbaulösungen für die Antriebstechnik und für Motorfeedback sowie eine Vielzahl von teilweise funktional sicheren Ethernet Drehgebern, das neue I/O Link Programm and weitere Innovationen. Leitgedanke ist dabei ein hoher Kunden-Nutzen für die jeweilige Anwendung und „Industrie 4.0 ready“ zu sein. Die Innovationen entstehen sehr oft in enger Zusammenarbeit mit Kunden.

Industrie 4.0 ready – was heißt das ?

Kübler setzt sensorseitig und in der Signalverarbeitung auf neue Technologien und auf neue digitale Funktionen, um Industrie 4.0 I IoT besser zu unterstützen. Kübler´s Vision ist es, vernetzte und intelligente Drehgeber zu lancieren, die klassische Drehgeberaufgaben wie Messen oder Übertragen „nebenbei“ erledigen. Ihr eigentlicher Mehrwert kommt in Zukunft durch das Erzeugen weiterer Daten zustande. Drehgeber sind damit in der Lage sind zu sagen „Wer bin ich? Wo bin ich? Wie gut, wie sicher läuft meine Anwendung, in der ich eingebaut bin?“. Das wiederum ermöglicht es, Drehgeber für neue Funktionalitäten zu nutzen, z.B. für Predictive maintenance in einem gesamten Einbauumfeld eines Drehgebers, beispielsweise an einer Achse. Kunden müssen dazu dann keine weiteren Sensoren z.B. zur Temperatur- oder Vibrationsermittlung mehr aufwändig integrieren, der Drehgeber übernimmt die Gesamtaufgabe. Kübler arbeitet an diesem Ziel nunmehr seit einigen Jahren, auch unter Einbindung von Forschungsinstituten und Hochschulen. In enger Zusammenarbeit mit Kunden entstanden erste beeindruckende Lösungen. Oft sind von Kübler konzipierten Technologie-Workshops mit Leitkunden der Schlüssel zum Erfolg. Dort nehmen Entwicklungsingenieure und  Applikationsspezialisten beider Unternehmen die Zukunft gemeinsam in die Hand.

Dienstleistungen

Kübler verbindet mit Industrie 4.0 auch neue Dienstleistungen und Services rund um das Produkt. Somit wird das Portfolio sukzessive „Industrie 4.0 ready“, um die Einbindung bei Kunden leicht zu machen. Ein Beispiel ist die Einführung von eLabels, die nicht nur für die Digitalisierung von Logistikprozessen hilfreich sind, sondern auch Assetmanagement und Predictive Maintenance Konzepte unterstützen.

Neue Plattform für Ethernet  Drehgeber 

Eine aktuelle Speerspitze des Innovationsmarathons ist die Ausweitung des Drehgeber Portfolios mit neuen smarten Funktionen. Dazu gehört eine neue hoch performante Industrial Ethernet Plattform, verschiedene neue Produkte mit IO-Link Schnittstellen, sowie eine umfangreiche smarte Lagerlos Drehgeber Familie auf magnetischer Basis. Diese bilden ein Fundament für Industrie 4.0 Lösungen.

Besonders stolz sind die Schwarzwälder auf die neue Industrial Ethernet Plattform. Sie sind z.B. mit einem integrierten Webserver und mit einer zusätzlicher OPC-UA-Schnittstelle ausgestattet. Die neuen Profinet Drehgeber sind ein erstes Produkt auf dieser Plattform. Sie sind für signifikant höher dynamische Anwendungen einsetzbar als übliche Profinet Geber, da sie nach den Anforderungen an Enhanced Motion Control entwickelt wurden und somit die Conformance Class C – Encoder Class 4 erfüllen. Sie sind ausgestattet mit dem neuesten encoder profile (V4.2.) sowie mit dem ProfiDrive-Protokoll und unterstützen somit alle Profinet Eigenschaften und die hohen Echtzeit-Anforderungen von IRT mit Zykluszeiten von 250 μs und taktsynchrone Zykluszeiten von einem SendCycle bis zu 31,25 μs und einem Jitter < 1 μs. Um die Zukunftssicherheit zu unterstützen – bei kurzen Lebenszyklen von Software – ist ein integrierter Webserver vorgesehen, der bequeme Firmware-Updates oder Aufspielen bzw. Freischalten weiterer Funktionen im Feld erlaubt. (pay by use).

Neue IO-Link Drehgeber für die Fabrikautomatisierung sind hingegen die Antwort, wenn es darum geht, zu möglichst geringen Kosten Basis- Industrie 4.0 Funktionalitäten zu erlauben. Insbesondere das integrierte „Smart Sensor Profil“ vereinfacht die Installation, Inbetriebnahme und liefert umfangreiche Diagnosemöglichkeiten. Die Möglichkeit für Firmware Updates im Feld macht die Geräte ebenso zukunftssicher.

Smarte lagerloste Drehgebersystem für den Einbau in Motoren oder Generatoren

Die smarten Lagerlosen Drehgeber Systeme adressieren den die Antriebstechnik, Motorfeedback und Große Generatoren. Dort sieht sich Kübler in einer Vorreiterrolle, denn die Sensorspezialisten treiben den Trend zu höchster Sensor Integration in Antriebe ganz erheblich am Markt voran! Mit Erfolg, denn schon mehrere „Große“ haben inzwischen auf Kübler umgestellt.

Auf minimalen Installationsraum und höchst kompakt kann auf aufwändige Anbaulösungen für gelagerte Drehgeber verzichtet werden. Das spart nicht nur Raum, sondern auch Systemkosten und erhöht die Systemqualität. Die smarte digital Echtzeit-Signalverarbeitung ermöglicht eine extrem hohe Signal-Qualität. Ein ausgeklügeltes Software Tuning – ein spezielles Know How der Kübler Group – macht es möglich und erlaubt  aktives Ausregeln von Driften und Signalfehlern oder anderen Einflüssen durch Temperatur, Alterung oder Einbautoleranzen. Der integrierten digitalen Signalfilter mit Delaykompensation kann weitere Vorteile in der Anwendung generieren. Mittels der ohnehin vorhandenen Kenntnis der Kerngrößen eines Anwendungssystems, sowie die optionale Integration von weiteren Sensoren wie Temperatur oder NEMS, kann mittels „sensor fusion“  Methodik ein Condition Monitoring oder Predictive Maintenance ermöglicht werden.

Neue Kübler Schleifringe – Digitale enabler

Als Hersteller von Sensor-Systemen und Schleifringen liegt es für Kübler nahe, durch Integration beider Welten besonderen Mehrwert für Kunden zu generieren. Schleifringe sind hoch integrierte Bestandteile von zum Teil komplexen Maschinen. Sie liefern zuverlässige Informationen über den Maschinenzustand und die Wartungsanforderungen. Deshalb sieht Kübler Schleifringe als idealen “Industrie 4.0 enabler“ und hat dazu Drehgeber-Systeme in Schleifringe gleich integriert. Das spart Platz und macht Schleifringe digital. Die genaue Messung und Überwachung von Achsbewegungen, Vibrationen und der Temperatur, gekoppelt mit der Speicherung von Lifetime Histogrammen, liefern alle notwendigen Informationen für Condition Monitoring. Das elektronische Typenschild erleichtert das Assetmanagement durch fehlerfreie Identifikation und zur Verfügungstellung der richtigen Dokumentation. Dies sorgt für schnelle Inbetriebnahme und für eine hohe Anlagenverfügbarkeit.

Text-/Bildquelle: Fritz Kübler GmbH

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Veröffentlicht von

Svenja Stenner

Die Einsatzmöglichkeiten der Fluidtechnik sind vielfältig und unentbehrlich, das macht die Berichterstattung umso reizvoller.

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