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Viele Patente und hohe F&E-Investitionen

Sick wächst weiter und KI wird immer wichtiger

12.04.2024
von Redaktion O+P Fluidtechnik

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Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG

Das Sensorunternehmen Sick konnte im Geschäftsjahr 2023 seinen Umsatz um 5,4 Prozent auf 2.307 Mio. Euro steigern. Um Währungskurseffekte bereinigt stieg der Umsatz sogar um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 15,1 Prozent auf 189 Mio. Euro.

Das Unternehmen investierte im vergangenen Geschäftsjahr 11,7 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Allein 70 Patentanmeldungen für software- und KI-basierte Automationslösungen hat das Unternehmen 2023 eingereicht und so seine Sensorintelligenz weiterentwickelt. Insgesamt 12.185 Beschäftigte (Stand 31.12.2023) sind für das Unternehmen weltweit tätig, das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. „Die positive Geschäftsentwicklung 2023 motiviert uns auch in anhaltend herausfordernden Zeiten, gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern die industrielle Digitalisierung zu gestalten“, sagte Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde laut Unternehmen bestimmt durch die Ausweitung geopolitischer Konflikte, eine nachlassende Dynamik in der Weltwirtschaft, erschwerte Finanzierungsbedingungen mit hohen Inflationsraten und Leitzinsen und einer dadurch bedingten Investitionszurückhaltung. Die Sensorik ist und bleibt ein Wachstumsmarkt, auch wenn die kurzfristigen Indikatoren der wirtschaftlichen Lage im ersten Quartal 2024 verhalten sind und eine nachhaltige Entspannung erst im Jahresverlauf prognostiziert wird.

„Wie viele Industrieunternehmen ist auch Sick mit der angebrachten Vorsicht und dem notwendigen Kostenbewusstsein in das neue Geschäftsjahr gestartet“, sagte Gökstorp. „Mit unserem breiten Lösungsportfolio für die industrielle Digitalisierung und einem engagierten globalen Team sind wir davon überzeugt, den heutigen und künftigen Anforderungen unserer Kunden bestmöglich zu begegnen.“

Sensorapplikationen von Sick sind die Basis für die Steuerung digitaler und automatisierter industrieller Prozesse in Fabrik-, Logistik- und Prozessindustrie. Im Geschäftsjahr 2023 konnte das Unternehmen in diesen drei Geschäftsfeldern Umsatzsteigerungen verzeichnen, wobei die Fabrikautomation mit 6,9 Prozent auf 1.185 Mio. Euro das stärkste Wachstum zeigte. Die Prozessautomation wuchs um 5,8 Prozent auf 348 Mio. Euro Umsatz. Die Logistikautomation zeigte nach den Rekordjahren der Coronapandemie und hohen Zuwächsen im E-Commerce weiterhin ein solides Wachstum von 2,8 Prozent auf 747 Mio. Euro.

Geschäftsentwicklung weltweit

Im Heimatmarkt Deutschland wuchs der Umsatz trotz leicht rückläufiger Konjunktur um 4,2 Prozent auf 380 Mio. Euro. In der Region EMEA konnte der Umsatz mit 12,2 Prozent auf 823 Mio. Euro überproportional gesteigert werden. Diese positive Entwicklung spiegelt sich in vielen Ländern wider, in besonderem Maße in großen europäischen Märkten wie Großbritannien und Italien. Das Umsatzwachstum in der Region Americas von 7,1 Prozent auf 545 Mio. Euro ergab sich insbesondere in den großen Märkten USA und Brasilien. Der Umsatz in der Region Asien-Pazifik ging um 4,0 Prozent auf 559 Mio. Euro zurück. Dies ist auf den chinesischen Markt zurückzuführen, der durch negativ wirkende Kursveränderungen des chinesischen Renminbis sowie allgemeine Marktunsicherheiten in der Region beeinflusst wurde.

Chancen durch Software und KI

Softwarebasierte Sensorlösungen für die industrielle Digitalisierung nehmen bei Sick großen Raum ein. Innovative Ideen aus Forschung und Entwicklung sind im Jahr 2023 in marktfähige Produkte und 137 Patentanmeldungen des Unternehmens geflossen. Softwarebasierte Lösungen machten dabei rund 70 Patente aus und auch die Einbettung von Künstlicher Intelligenz in die Sensorhardware wurde in immer mehr Applikationen umgesetzt. Weltweit hält das Unternehmen laut eigenen Angaben fast 4.000 Patente für technologische Lösungen, die Kundenunternehmen bei der Steuerung digitaler und automatisierter industrieller Prozesse unterstützen.

Bild oben: Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG

Quelle: Sick

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