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Galvanikausbau

Voss investiert weiter in eigenen Korrosionsschutz

15.03.2023
von Redaktion O+P Fluidtechnik

Um die hohe Qualität seines hauseigenen Korrosionsschutzes Voss coat sicherzustellen und der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, investiert VOSS in den Ausbau der Trommelanlage. Seit 2018 hat der Hydraulikverbindungs-Experte somit 2,5 Millionen Euro in den Bereich Galvanik investiert und seit der Inbetriebnahme 2010 weit mehr als eine Milliarde Produkte mit dem hochwertigen Korrosionsschutz beschichtet.

Dass hydraulische Verbindungskomponenten zuverlässig dicht sein müssen, ist selbstverständlich. Für Voss Fluid mindestens genauso von Bedeutung sind der hochwertige Schutz bei wechselnden Temperaturbedingungen sowie schlagartig auftretenden Druckspitzen und die Beständigkeit gegenüber aggressiven Medien. Daher geht das Unternehmen im Bereich Korrosionsschutz keine Kompromisse ein. Das Ergebnis ist seit vielen Jahren Voss coat. Die Zink-Nickel-Beschichtung ist ein Alleinstellungsmerkmal der Experten aus Wipperfürth. Um Kapazitätsengpässen vorzubeugen, investierte VOSS nun erneut in die Erweiterung der Trommelanlage. Bereits 2018 baute das Unternehmen die Gestellanlage aus.

Mit der zusätzlichen Investition steigt das Volumen der Anlage um nahezu 50 %. Die gesamte Anlage ist zweigeschossig auf einer Grundfläche von 2.500 m2 errichtet. In der unteren Etage werden Gestell- und Trommelanlage bestückt. So können die Mitarbeiter getrennt vom Bereich mit den sensiblen chemischen Bädern, die in der oberen Etage stehen, arbeiten. Die zu galvanisierenden Teile kommen aus der Fertigung und werden in der Gestellanlage, sortiert nach Größe und Bauweise, einzeln per Hand auf die Gestelle gesteckt. Rohrverschraubungen, die weniger beschädigungsanfällig sind, kommen in die Trommelanlage. Nach der Bestückung der Gestelle bzw. der Trommeln fahren die Warenträger in die obere Etage, um dort die verschiedenen Galvanikbäder zu durchlaufen. Dort erhalten die Komponenten die Voss-coat-Beschichtung. Für die richtigen Prozessparameter, wie beispielsweise die Temperatur, den pH-Wert und die Stromparameter, sowie die chemische Zusammensetzung der Bäder sorgt das unternehmenseigene Labor. In einer eigenen Versuchsgalvanik werden alle Prozessschritte nachgestellt und Verbesserungen vor dem Einfließen in die Großserie geprüft. Im Rahmen von Salzsprühnebeltests in der hauseigenen Sprühkammer werden die beschichteten Bauteile unter standardisierten Bedingungen einem Salzsprühnebel ausgesetzt, um ihre Korrosionsbeständigkeit nachzuweisen. Um optimale Prozesse bei jeder Geometrie und Größe zu garantieren, hat Voss für jeden seiner 6.600 Artikel individuelle Prozessparameter festgelegt. Hierbei sichert zudem eine 100%ige Chargenkontrolle die Qualität eines jeden Produktionsloses.

Zink-Nickel-Beschichtung hält auch aggressivsten Medien stand

Hydraulikkomponenten sind vielen Extrembedingungen ausgesetzt: wechselnden Temperaturen, schlagartig auftretenden Druckspitzen usw. Umso wichtiger ist es, dass die Oberfläche optimal beschichtet ist. Voss Fluid setzt bei seinem Korrosionsschutz deshalb auf eine Zink-Nickel-Beschichtung, die selbst aggressivsten Medien langfristig standhält. Die Schichtdicke liegt zwischen 6 und 15 μm. Bis zu 16 % beträgt der Nickelanteil der Voss-coat-Oberfläche. „Mit unserer eigenen Galvanik haben wir die Möglichkeit, den Prozess exakt auf jedes Bauteil abzustimmen und je nach Kundenwunsch flexibel zu reagieren. Hier haben wir alles selbst unter Kontrolle, und unsere Kunden wissen, dass sie hervorragende Qualität aus einer Hand erhalten“, sagt Frank Müller, Werksleiter bei Voss.

 

Quelle: Voss Fluid GmbH

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