Elektromechanische Ventilantriebe ergänzen die Hydraulik

Elektromechanische Ventilantriebe ergänzen die Hydraulik
S42 Sonceboz Elektromechanische Ventilantriebe Aktuatoren Hydraulische Antriebstechnik

Der S42
Bild: Sonceboz

Hydraulische Antriebstechnik ist eine Schlüsseltechnologie in mobilen Maschinen. Sie bietet eine hohe Leistungsdichte und ist benutzerfreundlich. Primäres Entwicklungsziel von Herstellern ist die Produktivitätssteigerung und die Betriebskostensenkung ohne Einbußen bei der Zuverlässigkeit. Aktueller Entwicklungstrend ist daher die Elektrifizierung von Steuer- und Regelelementen mobilhydraulischer Antriebssysteme. Dies ermöglicht eine flexiblere und einfachere Systemgestaltung des Hydraulikkreislaufs. 

In der Mobilhydraulik kommen häufig Ventile mit Durchflussmengen größer 50 l/min zum Einsatz. Diese lassen sich nicht mehr mit Hubmagneten direkt ansteuern, sondern benötigen eine Kraftverstärkung. Häufig erfolgt diese über eine hydraulische Vorsteuerung. Elektrohydraulische Aktuatoren (EHA) sind mit Solenoiden angesteuerte Ventile, die den Steuerdruck am Ventilschieber und somit die Ventilbewegung regeln. Die ­Öldruckversorgung kann intern aus dem Hauptkreis oder über ­einen externen Steuerkreis erfolgen. Druckschwankungen im System, Verunreinigungen im Fluid und dessen schlechtere Fließfähigkeit bei niedrigen Temperaturen haben daher negative Auswirkungen auf die Vorsteuerstufe und damit auf die Regelungs­fähigkeit und -güte des Ventils. Es muss immer ein Pilot-Druck anliegen, damit die Funktionsfähigkeit garantiert ist, auch wenn die Arbeitshydraulik nicht im Einsatz ist. Dies verursacht Energieverluste im passiven Betrieb. In der ­Mobilhydraulik, z. B. in Traktoren, kommen häufig Ventilblöcke mit unterschiedlich ­angesteuerten Ventilsektionen zum ­Einsatz. Die Steuerölversorgung ist ­daher sehr spezifisch ausgelegt und ­verhindert, dass Ventile verschiedener Baureihen miteinander kompatibel sind. Dies verursacht Mehrkosten für Hersteller und Anwender.

S42 Sonceboz Elektromechanische Ventilantriebe Aktuatoren Hydraulische Antriebstechnik

BLDC-Motor und Elektronik des Aktuators S42 sind in ein Aluminiumgehäuse mit Schutzgrad IP6K9K eingebaut. Zudem benötigt der S42 den gleichen Bauraum wie elektrohydraulische Aktuatoren
Bild: Sonceboz

Ventilregelung ohne Vorsteuerstufe

Sonceboz, Spezialist für mechatronische Antriebssysteme aus der Schweiz, hat sich diesen Problemen gestellt. Ziel war es, eine Arbeitshydraulik mit Ventilen ­ohne Vorsteuerstufe zu realisieren. Das Ergebnis: Ventile mit bis zu 120 l/min Durchfluss bei 250 bar, schnell und präzise regelbar und das komplett unabhängig vom Fluid-Kreislauf.

Quelle: Sanceboz

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Mehr über den elektromechanischen Ventilantriebe erfahren Sie in der #O+P Fluidtechnik 7-8/2017.

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Veröffentlicht von

Svenja Stenner

Die Einsatzmöglichkeiten der Fluidtechnik sind vielfältig und unentbehrlich, das macht die Berichterstattung umso reizvoller.

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