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KIT ist Exzellenzuniversität

KIT ist Exzellenzuniversität

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat sich in der Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder erfolgreich durchgesetzt.

Das Konzept „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft | Living the Change“ erhält nun eine Förderung, beantragt wurden dafür insgesamt 105 Millionen Euro für die nächsten sieben Jahre. Dieser Antrag setzt auf den Ausbau der Spitzenforschung am KIT. Weitere zentrale Elemente sind der intensive Dialog mit der Gesellschaft und das Anbieten verlässlicher Karrierewege. Das KIT ist damit eine von elf Exzellenzuniversitäten, welche die Exzellenzkommission aus den insgesamt 19 Anträgen für die Förderung ausgewählt hat. Die Entscheidung fiel am Nachmittag (19.7.2019) in Bonn.

„Heute ist ein großartiger Tag für das KIT, die Förderung als Exzellenzuniversität ist ein herausragender Erfolg! Als eine von vier Universitäten in Baden-Württemberg/im Verbund TU 9 der führenden technischen Universitäten in Deutschland haben wir uns im wichtigsten und härtesten Wettbewerb der Universitäten in Deutschland mit unserem Konzept erfolgreich durchgesetzt. Zentrale Elemente unseres Antrags sind das Stärken exzellenter Forschung und ihrer Agilität über die gesamte Bandbreite, von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung, mit 100 neuen Professuren in den nächsten zehn Jahren. Ebenso der intensive Dialog und der Austausch mit der Gesellschaft sowie das Anbieten verlässlicher Karrierewege. Unsere Ideen werden wir nun mit aller Kraft vorantreiben“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. Dafür seien die Fördermittel aus der Exzellenzstrategie enorm wichtig, gleichzeitig bedeute die Förderung als „Exzellenzuniversität“ aber auch einen beachtlichen Imagegewinn. „Wir wollen viele weitere exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende für das KIT gewinnen und unsere Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft weiter stärken. Der Titel ‚Exzellenzuniversität‘ ist eine Auszeichnung all der Menschen am KIT, die in den vergangenen Jahren entschlossen auf diesen Tag hingearbeitet haben. Ihnen gilt heute mein ganz besonderer Dank!“

„Die Auswahl als Exzellenzuniversität unterstreicht in ganz besonderer Weise die hervorragende disziplinübergreifende Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am KIT. Den Schub des heutigen Tages werden wir nutzen, um in genau diesem Sinn die Weiterentwicklung entschlossen voranzutreiben“, so der Vizepräsident des KIT für Forschung, Professor Oliver Kraft. „Zur Stärkung der Spitzenforschung werden wir unter anderem das Format der Reallabore weiter ausbauen, denn sie sind der Ort, um neue Technologien in einer realen Umgebung mit deren Anwendern gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern zu erforschen und zu erproben. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses etablieren wir ein universitätsweites Tenure-Track-System. Ich freue mich sehr, dass unser Antrag erfolgreich war. Wir danken allen Angehörigen des KIT aus Wissenschaft, Verwaltung und Infrastruktur für ihr herausragendes Engagement der letzten Jahre, das Grundlage für diesen Erfolg ist.“

Die Ergebnisse des Wettbewerbs um den Titel Exzellenzuniversität gaben die Bundesministerin für Bildung und Forschung und stellvertretende Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Anja Karliczek, die Bremer Wissenschaftssenatorin und GWK-Vorsitzende, Professorin Eva Quante-Brandt, gemeinsam mit der Vorsitzenden des Wissenschaftsrates, Professorin Martina Brockmeier, und dem Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Professor Peter Strohschneider, bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Entscheidungssitzung der Exzellenzkommission bekannt.

Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft | Living the Change

Der erfolgreiche Antrag des KIT steht unter dem Leitmotiv „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft | Living the Change“ und setzt auf drei zentrale, miteinander verknüpfte Maßnahmenpakete: das Stärken der exzellenten Forschung und ihrer Agilität in der gesamten Bandbreite von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung, den intensiven Dialog und den Austausch mit der Gesellschaft sowie das Anbieten verlässlicher Karrierewege. 

Das Stärken der Spitzenforschung (Maßnahmenpaket A: Strengthening Excellent Research) zielt darauf ab, deren Leistungsfähigkeit und Agilität in der gesamten Bandbreite weiter zu erhöhen. Dabei geht es auch darum, angesichts der Herausforderungen der Gesellschaft weitere Forschungsfelder zu identifizieren und weiterzuentwickeln. So befördert das KIT im internen Wettbewerb hochinnovative Projekte im Grenz- und Übergangsbereich der Disziplinen, die wissenschaftliche Durchbrüche erwarten lassen. Die bestehenden Mechanismen der Vergabe von Anschubmitteln sollen zudem zu einem umfassenderen Format ausgeweitet werden, das es erlaubt, gezielt Freiräume in der Wissenschaft auszubauen und die Rahmenbedingungen für eine Entfaltung zukunftsweisender Forschungsfelder zu großen Forschungsverbünden zu verbessern.

Die Forschung durch den Austausch mit der Gesellschaft zu fördern (Maßnahmenpaket B: Promoting Research by Interaction with Society), hat herausragende Bedeutung für das KIT. Ziel ist, das KIT noch stärker als eine in der Gesellschaft verwurzelte Forschungsuniversität zu etablieren. Als erfolgreiches Format wird das KIT Reallabore weiter ausbauen, unter anderem zum Autonomen Fahren. Reallabore sind Orte, an denen Forscherinnen und Forscher neue Technologien – in einer realen Umgebung – gemeinsam mit Stakeholdern, Bürgerinnen und Bürgern erforschen und erproben, um wissenschaftlich exzellente, zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Zusammen mit den bereits bestehenden Reallaboren wie dem Quartier Zukunft in der Karlsruher Oststadt schaffen sie ideale Voraussetzungen für eine zukunftsgerichtete Vorsorgeforschung. Zu den Themen dieser Reallabore – und den damit verbundenen gesellschaftlichen Bedarfen – ist eine jährliche KIT Science Week geplant. Sie bündelt eine wissenschaftliche Konferenz mit Spitzenforscherinnen und -forschern und dialogische Formate zum intensiven Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie weitere Veranstaltungen der Öffentlichen Wissenschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt und weiteren regionalen Akteuren. Ziel ist es auch, Impulse aus der Gesellschaft durch den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern aufzunehmen. Diese Impulse fließen auch in das Agenda-Setting des KIT ein.

Weiteres Kernelement des erfolgreichen Antrags sind verlässliche Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs (Maßnahmenpaket C: Providing Reliable Academic Careers), die unter anderem durch das Etablieren eines universitätsweiten Tenure-Track-Systems erreicht werden. Auch möchte das KIT exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bereits in einer frühen Phase ihrer Karriere gewinnen und ihnen mit einem flankierenden überfachlichen Qualifikations- und Unterstützungsprogramm nicht nur Orientierung am KIT, sondern auch Hilfe bei der Karriereplanung und der Einwerbung einer eigenen Nachwuchsgruppe bieten. Um bereits im Studium die Attraktivität einer erfolgreichen wissenschaftlichen Laufbahn aufzuzeigen, erweitert das KIT zudem das Angebot zur forschungsorientierten Lehre an einigen seiner hochspannenden Forschungsinfrastrukturen.

Alle drei Maßnahmenpakete sind eingebettet in einen Kulturwandel, in dem das KIT die konkreten Erfordernisse für eine KIT-weite Kultur der Chancengleichheit und -gerechtigkeit sowie Diversität in den Blick nimmt. Dazu gehören beispielsweise Denkwerkstätten mit dem Ziel fachspezifischer Chancengleichheits- und -gerechtigkeitsansätze wie die Entwicklung von Studien- und Qualifikationsprogrammen, die besonders für Studentinnen beziehungsweise Doktorandinnen attraktiv sind, aber auch ein Rekrutierungsnetzwerk exzellenter, etablierter Wissenschaftlerinnen. Um diesen Kulturwandel deutlich zu beschleunigen, will das KIT in den nächsten zehn Jahren 100 neue Professuren einrichten.

 

Quelle: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

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