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Sensorik und Messtechnik verzeichnet Umsatzminus

Sensorik und Messtechnik verzeichnet Umsatzminus

Sensorik und Messtechnik verzeichnet im Jahr 2019 ein Umsatzminus von einem Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Branche mit einer positiven Entwicklung von fünf Prozent Umsatzwachstum. Die Investitionen stiegen um vier Prozent, die Exportquote sank um vier Prozentpunkte, die Anzahl der Mitarbeiter stieg um erwartete drei Prozent, verglichen zu den Vorjahresergebnissen.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) befragte seine Mitglieder im Januar 2020 zur wirtschaftlichen Entwicklung 2019. Laut eigenen Angaben erwirtschaftete die Branche im vergangenen Jahr ein Umsatzminus von einem Prozent. Betrachtet man die einzelnen Absatzbranchen, ergeben sich erklärende und teilweise gegenläufige Entwicklungen für die Branche der Sensorik und Messtechnik.

 

 

Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte

Der wichtigste Absatzmarkt der AMA Mitglieder ist nach eigenen Angaben der Maschinen- und Anlagenbau. Sensorhersteller die in diesen Markt liefern registrierten im Jahr 2019 leichte Verluste sowohl die KMU als auch die großen Sensorunternehmen.

Der zweitwichtigste Markt für die AMA Mitglieder ist die eigene Branche der Sensorik und Messtechnik, der für die meisten anzog. KMU verzeichneten im Durchschnitt ein leichtes Wachstum, während die großen deutlicher zulegen konnten. Interessant wird es bei der Elektronikbranche: während KMU ein Wachstum verzeichneten, entwickelte sich dieser Markt für die großen Unternehmen der Branche 2019 rückläufig.

Der Automobilmarkt überrascht statistisch mit einer positiven Entwicklung für die Sensorik-Firmen. KMU gewannen in diesem derzeit schwierigen Markt leicht, die größeren sogar ordentlich hinzu. Wohingegen sich der Absatzmarkt Aerospace für die zuliefernden AMA Mitglieder insgesamt als rückläufig erwies.

Branche verzeichnet leichten Exportrückgang

Die traditionell starke Exportquote der Branche verzeichnete einen Rückgang um vier Prozentpunkte auf 51 Prozentpunkte. Der Export ist damit noch immer vergleichbar stark, wie der des produzierenden Gewerbes in Deutschland insgesamt. Deutlich erkennbar auch in diesem Jahr: die Exportquote ins europäische Ausland blieb stabil bei 28 Prozentpunkten, wohingegen der Export ins nicht europäische Ausland in Folge abnimmt.

Fachkräfteentwicklung und Nachwuchssicherung

Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche stellte auch 2019 Mitarbeiter ein. Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich um drei Prozent und soll im laufenden Jahr um weitere zwei Prozent steigen. Dabei stellen auch die Unternehmen der Sensorik und Messtechnik fest, dass es zunehmend schwieriger wird, den Bedarf an Fachkräften zu decken. Gefragt, ob sie junge, motivierte Südeuropäer mit ausgewiesenen Sprachkenntnissen einstellen würden, sehen mehr als 80 Prozent der Antwortenden darin eine Chance, dem wachsenden Fachkräftemangel zu begegnen.

 

 

Zusammenfassendes Statement

„Die Wirtschaft ist im Wandel, galten der Automobil- und Maschinenbaumarkt bisher als Garanten für unsere wachsende Wirtschaft, geraten diese Märkte ins Schlingern. Damit sind auch die wichtigen Absatzmärkte der Sensorik und Messtechnik in Bewegung. Andererseits gewinnen neue Märkte an Bedeutung“, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Damit erklärt sich der leichte Rückgang insgesamt, zugleich aber auch der positive Ausblick unserer Mitgliedsunternehmen. Sie rechnen mit einem Umsatzwachstum von fünf Prozent für das laufende Jahr.“

Quelle: AMA Verband

Bildquelle: Aufmacher pixabay.com / Geralt Altmann, sonst. AMA Verband für Sensorik und Messtechnik

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